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Letzte Änderung / Last update: 2022-Mai-03

Mikro-Inhalation

Wenn die Nase zu ist, der Rachen kratzt, man also von einer Erkältung bedroht ist oder schon erkrankt ist, dann ist eine altbekannte Hilfe die Inhalation. Das löst dickeren Schleim auf, so dass man ihn abhusten oder ausschnäuzen kann; es weicht rau und damit hart gewordene Schleimhaut-Oberflächen auf. Und das lindert zumindest erheblich die Beschwerden und trägt wahrscheinlich auch zur Abheilung bei.

Nun ist eine Inhalation aber nach herkömmlicher Machart aber doch eher aufwändig: Man braucht eine Schüssel mit heißem Wasser, ein größeres Handtuch zum Basteln einer Schwitzhöhle über der Schüssel, dazu je nach Belieben noch eine Batterie an ätherischen Ölen und anderen Essenzen, die man dem Wasser zusetzt, damit die Keimbekämpfung wie auch die Pflege der Schleimhäute weiter verstärkt wird. Und dann muss man sich eine ganze Weile darüber beugen und in dieser Atmosphäre tief durchatmen. Das hilft in der Tat.

Aber ich bin halt faul, und diese ganze Prozedur ist mir zu umständlich. Das vor allem, wenn es mir sowieso schon schlecht geht und ich null Lust zu größeren Aktivitäten habe. Ok, im besten Fall hat man eine gute, liebende Seele um sich, die einem da hilft, aber die ist halt nicht immer da.


Mikro-Version

Also worum geht es: Man muss heiße Wasserdämpfe um die Nase und am besten auch um die angrenzenden Hautpartien wabern lassen.

Wenn ich normal die Zähne putze, verwende ich dabei u. a. einen herkömmlichen Zahnputzbecher. Diesen fülle ich mit heißem Wasser aus dem Warmwasserhahn (zumindest in unserem Haus ist das schon so heiß, dass es kaum direkt trinkbar ist). Dann setze ich den Becher an den Mund, trinke aber nicht, sondern halte die Nase dicht über die Wasseroberfläche. Zuletzt atme ich durch die Nase tief ein und aus. Das ist alles. Man braucht kein Handtuch, weil man so nahe an der heißen Wasseroberfläche ist, dass der Dampf gar nicht woanders hin kann als an der Nase vorbei oder durch sie hindurch.

Beim Ausatmen kann die Luft schlecht weg, wenn man nahe genug am Becher dran ist, und streicht dann heiß und feucht über die Wangen und das Äußere der Nase. Das Innere der Nase wird dabei wohl kaum wirklich erreicht, aber es fühlt sich für mich doch ein bisschen danach an. Danach fühlt sie sich jedenfalls ein wenig besser an. Null Kosten, null Risiko und wenigstens ein bisschen Hilfe. Probieren Sie es einfach einmal, der Effekt ist viel größer, als man zunächst annimmt.

Und was ist mit den ätherischen Ölen der herkömmlichen Inhalation? Niemand hindert einen daran, sowas auch in den Zahnputzbecher zu tropfen, so wie man z. B. auch Odol-Mundspülung verwendet. Das steigert den Aufwand nur unwesentlich.

Die Wirkung dieser sehr einfachen Prozedur ist nach meiner Erfahrung direkt mit einer herkömmlichen Inhalation vergleichbar. Die Dämpfe lösen tatsächlich Schleim und weichen Rauigkeiten auf und sind wahrscheinlich auch genauso keimbekämpfend. Was will man mehr.

Am Schluss braucht man dann aber doch noch kurz ein (kleineres) Handtuch wie zum Händewaschen, da das Gesicht ziemlich feucht geworden ist. Dieser Aufwand ist aber auch für mich hinnehmbar gering.


Nochmal in Kürze:
  • Zahnputzbecher mit heißem Wasser relativ hoch füllen.
  • Mit der Nase knapp über die Wasseroberfläche gehen
    und tief ein- und ausatmen.
  • Wenn die Nase dafür schon zu sehr zu ist, den Becher
    an die Unterlippe ansetzen, die Oberlippe knapp über
    die Wasseroberfläche und dann tief atmen.




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